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Äußere Körperteile

iguana
                                     Innere Organe
   Klassifizierung
5

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LEGUAN

Das Verbreitungsgebiet

 

 

Leguan Iguana Iguana

Geschlechter - Unterscheidung

große Femoral (Oberschenkel) Poren kennzeichnen Männchen
besonders während der Fortpflanzungszeit

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Stefan Lenhart - Iguana Hompage

Grüne Leguane sind Baumbewohner und geschickte Kletterer - deshalb ist es wichtig das ihr Terrarium eher höher als breiter ist.

Grüne Leguane werden sehr groß (bis 200cm) und bis zu 20 Jahren alt - das heißt während Jungtiere noch mit einem Terrarium von der Größe H120 x B120 x L60 cm auskommen, sollte man Ihnen ab dem Alter von 
1 - 2 Jahren ein Lebensraum von H250  x B150 x B200 cm zur Verfügung stellen.

Die wohl günstigste Behausung für Iguana Iguana ist sicher ein eigenes Raum- oder Zimmerterrarium.

Selten realisierbar - aber gerade wer seine Tiere ein wenig Artgerecht halten will und vielleicht sogar Nachzüchten die optimalste Variante - vielleicht ein beheizter Kellerraum, Wintergarten usw.

Siehe auch: Terrarienbau

Das Terrarium sollte großzügig mit Kletterästen und Stämmen versehen werden. Für erwachsene Tiere
sollten diese nicht zu dünn sein.  Die Tiere sollten bequem darauf liegen können.

Da Leguane in der Natur meist in der Nähe von Wasserläufen sich aufhalten, darin baden und trinken
sollte ein Wasserbecken in Ihrem Terrarium nicht fehlen. Es stabilisiert die Luftfeuchtigkeit und bietet
Gelegenheit zum Trinken und Baden. Dieses muss natürlich regelmäßig gereinigt werden, da Leguane
dieses auch sehr gern als Toilette benutzen.   

Siehe auch Verhalten 

Ein fester Wasseranschluss und Abfluss erleichtert die Reinigungsarbeiten erheblich. Im Prinzip nur 
den Wasserhahn für ca. 1-2 Minuten aufdrehen und das Wasserbecken durchspülen.
Ein Anschluss an ein Regenwasserfallrohr mit natürlich gut Dimensionierten Überlauf ist weiterhin, vielleicht in Verbindung mit einem kleinen Wasserfall , eine sehr dekorative und praktische Sache. 
So reinigt - bei Regen - sich ihr Wasserbecken von Selbst.   

Auch wichtig: Selbst bei Weibchen die einzeln gehalten werden ist es möglich, das sie jedes Jahr in etwa zur gleichen Zeit ein (... dann natürlich unbefruchtetes) Gelege bilden. 
Um eine mögliche Legenot zu vermeiden, sollte man rechtzeitig eine Eiablagekiste im Terrarium zur Verfügung stellen.

Grüne Leguane sollte man in kleinen Gruppen halten - 2 Weibchen und 1 Männchen sind eine gute Wahl.
Wie viele Leguane man zusammen halten kann ist aber abhängig von der Größe des Terrariums.
Grundsätzlich kann man auch 2 Männchen zusammenhalten.  
Im Einzelfall kann dieses auch Probleme geben - Revierkämpfe u.s.w. - oft ordnet sich aber das unterlegene
Männchen dem dominanten Tier unter.
Hält man mehrere Tiere zusammen, kann sich das auch positiv auf das "Zahmwerden" auswirken. 
Einzelhaltung wirkt sich nachweisbar negativ auf die Psyche der Tiere aus.  

In ihrem natürlichen Lebensraum leben  mehrere Weibchen mit halbwüchsigen Männchen im Bereich eines adulten dominanten Männchens (Leguane sind Tiere die in einer mehr oder weniger großen Gruppe zusammenleben). 
Der Bewegungsraum eines dominanten Männchens erstreckt sich allerdings auf ein Gebiet von bis zu einem Hektar. 

Bodensubstrat: Als Bodensubstrat eignet sich feiner Rindenmulch als ca. 10cm hohe Schicht.

Rindenmulch hat allerdings folgende Nachteile:
- In trockenem Zustand staubt er "ohne Ende"
- Exkremente der Leguane sind im Mulch nur schwer zu erkennen
- Scharfkantige Holz- und Rindensplitter könnten beim Verschlucken zu inneren Verletzungen führen.

Leguane fressen auch gerne geringe Mengen vom Spielsand oder Rindenmulch .

Eine praktische Lösung ist auch die Verwendung von Zeitungspapier - gut zu wechseln - optisch 5 minus.
In der Eiablagekiste und im Ablagebereich geht feinkörniger steriler Sand.

Echte Pflanzen werden nie in einem Leguanterrarium lange halten. Sie werden gefressen oder zerlatscht.
Vorsicht vor  GIFTPFLANZEN: Viele echte Pflanzen z.B. Efeutute und  Kletterphilodendron) sind für Grüne Leguane giftig und können ernste gesundheitliche Schäden verursachen. 
Eine dekorative Aufwertung besteht durch das Aufhängen von Kunststoffpflanzen.

 

Heizung: Die kostengünstigste Variante Ihr Großterrarium/Zimmerterrarium zu beheizen ist die Verwendung von Heizkörpern der Zentralheizung. Wer nicht an die Zentralheizung seiner Wohnung o. Hauses herankommt o. dieses nicht will, wird es elektrisch (Ölradiator, Spezialheizer) beheizen.

Die Raumtemperatur von ca. 26 - 32°C (tagsüber) und Nachts von ca. 20 - 24°C sollte man einhalten. 
Dieses muss durch eingebaute Thermostaten überwacht sein. 

Jahreszeitliche Unterschiede richten
sich nach dem Herkunftsgebiet.
Wie hier in "Nicaragua" ist der 
heißeste Monat April und der kälteste
Dezember.

Nachts sollte die Temperatur nicht unter
20° C sinken.

Die Raumtemperaturen entsprechend den südamerikanischen Jahreszeiten anzupassen ist für das Paarungsverhalten wichtig.
Nachteil elektrischer Heizungen sind die hohe Stromkosten.

Luftfeuchtigkeit:  Man sollte in einer "imitierten" Regenzeit  < von ca. Juni bis November > durch ein- bis zweimaliges kräftiges Sprühen/Tag mit einer Pumpsprühflasche eine Luftfeuchtigkeit von tagsüber ca. 70 - 80% erreichen.

Nachts steigen diese Werte von selbst auf ca. 80 - 90% an.
In der "imitierten" Trockenzeit < von  Dezember bis Mai > genügt es 2-3 mal pro Woche zu sprühen.

Die Luftfeuchtigkeitswerte liegen dann bei ca. 50% tagsüber und steigen nachts auf ca. 60-70% an. 
Auch hier sind diese Zyklen Vorrausetzung für erfolgreiche Nachzuchten.

Belüftung: Bei einem Terrarium ist außerdem eine ausreichende Belüftung notwendig

Aus diesem Grund sind in der Regel im unteren Bereich der Seitenscheiben und in der Decke möglichst einstellbare Lüftungsschlitze eingelassen, die mit einem Drahtgeflecht bespannt werden. 
So kann die warme Luft nach oben hin entweichen und kühlere Frischluft von unten nachziehen. 
An den unteren Lüftungsschlitzen kann man die Spulen der Neonröhren anbringen und so die einströmende Luft quasi umsonst vorheizen. 


G
Beleuchtung: Ihr Terrarium sollte täglich 12 - 14 Stunden beleuchtet werden.  Reptilien brauchen
das Licht = Wärme = UV-Strahlung LEBENSNOTWENDIG.

Im Aufenthaltsbereich empfehlen sich  zwei HQI-Strahler à 150 Watt.
Zum Beispiel: (Leuchtmittel: Osram Powerstar HQI-TS 150 W/NDL - Neutral weiss de Luxe). 
Des weiteren  noch 2 Osram Concentra Strahler à 80 Watt für die Schaffung von sogenannten "Wärme- bzw. Sonneninseln - dort steigt die Temperatur auf Werte von bis zu 45°C an. 

Ein Osram Ultra-Vita-Lux Strahler à 300 Watt (wichtig für die UV-Bestrahlung) der sich mittels Zeitschaltuhr für ca. 30 Minuten täglich an und wieder ausschaltet.
Nur durch intensive UV Bestrahlung können die Tiere das zum Knochen & Hautaufbau wichtige 
Vitamin D3 bilden.  

Im Ausweichbereich 3 - 5  normale große Leuchtstoffröhren. 

Alle Strahler und Lampen sollen so angebracht und gesichert werden, dass die Leguane sich nicht daran verletzen können. Nachlässigkeiten können hier ernsten Verbrennungen führen.

 

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Friedrich-Wilhelm Henkel und Wolfgang Schmidt beschäftigen sich schon seit über 25 Jahren mit der Pflege und Zucht von Terrarientieren. Ihre dabei gewonnenen Erfahrungen und die auf Reisen in die Heimatländer der von ihnen gepflegten Tiere erlangten Erkenntnisse konnten sie bereits in vielen Büchern (unter anderem über Geckos, Leguane und die Amphibien und Reptilien Madagaskars) und Zeitschriftenartikeln darstellen.

 

 

              

 

Erklärung einiger Fachbegriffe

0,1 = weibchen 

1,0 = männchen

1,1 = männchen + weibchen (Paar)

0,0,1 = unklares Geschlecht

GL  = Gesamtlänge (KRL+SL) 

KRL  = Kopf Rumpf Länge (Schnauzenspitze bis Analspalte) 

Lit. = Literatur 

SL = Schwanzlänge Analspalte bis Schwanzende 

WA II  = Washingtoner Artenschutzabkommen, Anhang II 

adult  = geschlechtsreif, Erwachsen 

adultus  = Geschlechtsreifes Exemplar 

Amphigonia retarda = Weibchen besitzen die Fähigkeit, den männlichen Samen über längere Zeiträume zu speichern und befruchtungsfähig zu halten 

arborial  = in der umgebung von Bäumen lebend 

arborical  = auf Bäumen lebend 

arid  = trocken 

Biotop  = Lebensraum, einschließlich der klimatischen Verhältnisse, Pflanzen, Tiere, Flüsse, usw. 

biped/bipedisch  = zweibeiniges laufen 

caudal  = den Schwanz betreffend 

dorsal  = den Rücken betreffend 

Dorsalia  = Rückenschuppen 

Femoralporen  = Schenkelporen 

Genus  = Gattung 

Habitat  = Wohngebiet einer Art 

Habitus  = Aussehen, äußeres Erscheinungsbild 

Hemipenes  = paariges Begattungsorgan männlicher Reptilienheterogen = uneinheitlich, aus Ungleichartigen
zusammengesetzt 

homogen  = gleichartig, gleichmäßig aufgebaut 

inc. sed. = unsichere Zuordnung 

inhomogen = nicht gleichartig 

Inkubationsdauer  = Entwicklungsdauer der Eier 

juvenil = jugendlich 

Kopulation = Paarung 

lateral = die Seiten (Flanken) betreffend 

Latteralia = Seitenschuppen 

mimetisch = die Mimese betreffend unter anderen die Farbanpassung an die Umgebung 

monotypisch = nur eine Art pro Übergeordneten Rang 

Ocelle = runder Fleck mit einem hellen/dunklen Kern und einem hellen/dunklen Rand 

Population = Fortpflanzungsgemeinschaft eines definierten Gebietes 

Praenalporen = Poren vor der Analspitze 

Sexualdimorphismus = unterschiedlicher Gestalt oder Färbung von Männchen und Weibchen einer Art 

Species = Art 

Subspecies = Unterart 

Tympanum = Trommelfell 

Typusexemplar = Belegexemplar, nach dem eine Art beschrieben wurde 

ventral =den Bauch betreffend 

Ventralia = Bauchschuppen 

vertrebal = die Rückenmittellinie betreffend 

wirtelförmig = quirlförmig

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